Bevor Du mit Intrasonanz arbeitest, lies bitte folgende Hinweise:

Menge und Zeit

Jedem Menschen steht gleich viel ganzes Haben und Sein zur Verfügung. Darum ist es nicht möglich, intrasonant mehr davon zu erhalten als andere.

Da Intrasonanz energetische Blessuren (Dissoziationen) aufhebt und diese durch das ureigene Haben und Sein des Individuums ersetzt, verschwindet nach und nach die süchtige Bedürftigkeit der Seele. Damit verabschiedet sich auch das Verhaltensmuster des mehr als andere haben oder sein müssen ebenso wie die Vorstellung, etwas nicht wert zu sein.

Ziel des intrasonanten Austauschs ist die Wiederherstellung der seelischen und damit energetischen Unversehrtheit. Diese durch einen vertikalen Einfluss geschehende Wiederherstellung ist jedoch kein linearer Prozess, da jedes Wesen im Alltag horizontal neuen dissoziativ wirkenden Erlebnissen ausgesetzt ist. Denen kann es mit Intrasonanz natürlich anders begegnen als bisher.

Intrasonant zu arbeiten bedeutet, verbunden mit der einen Quelle, aus der sich alle Kreatur gleichermaßen speist, verlorenes Selbst zurückzuholen. Wie viel und wann, steht in der Verantwortung der Menschen, die dies tun. Mehr als wieder vollständig ganz zu werden, ist unerreichbar.

Selbstverständlich zeigt kontinuierliches Intrasonieren mehr Wirkung als punktuelles. Um spürbare Veränderungen im Leben herbeizuführen, genügt jedoch das Zurück von Selbst an sich. Das Zurück in das Wissen und die Erfahrung, bedingungslos geliebt zu sein.

Messbarkeit und Erfolg

Wenig hilfreich zu glauben und schlichtweg unredlich ist es zu behaupten, mit Intrasonanz könne man besonders schnell oder auf jeden Fall einhundertprozentiges Ganzsein erreichen. Vollständiges Ganzsein herzustellen, ist ein Potenzial der Intrasonanz; das Ganzsein jeglicher Kreatur ist Vision der Intrasonanz.

Zu behaupten, man hätte „es geschafft“, ist ein mit Intrasonanz unvereinbares Denken, da es wiederum darauf abzielte, „besser zu sein“ oder „mehr zu haben“ als andere. Denn das Ganzsein, die bedingungslose Geliebtheit durchs Eins, steht jeder Kreatur gleichermaßen zu 100 Prozent zu.

Zur Intrasonanz gehört also vielmehr, sowohl das Gegenüber also auch sich selbst möglichst kontinuierlich in dieser eigentlichen vollkommenen Geliebtheit zu sehen und so auch mit ihm umzugehen. Dies entspräche dem Liebe deinen Nächsten wie dich selbst und trüge mit dazu bei, weitere Traumatisierungen zu verhindern.

Empfehlenswert ist, Intrasonanz natürlich und selbstverständlich zu nutzen sowie die Auswirkungen der Ganzwerdung im Innen und Außen bei sich und anderen zu spüren.

Arbeitest Du bezüglich bestimmter Symptome, bedenke bitte: Intrasonanz ist ein Kontinuum. Dissoziationen, die Du wegen einer Symptomatik jetzt rückgängig machst, sind ganz andere, als die Du später, morgen oder erst in einem Monat loslässt und austauschst. Denn stets geht es um die Belastungen, die jetzt gehen können und wollen, weil sie als Schutz überflüssig geworden sind. Was sich erst in einem Monat zeigt, schützt Dich bis dahin noch. Merke: Nur, was Dich jetzt belastet, kannst Du sicher freigeben. Freigeben kannst Du allerdings rund um die Uhr wie in einer fortwährenden Meditation – in einer inneren, selbst-bewussten Haltung, die das Gegenüber stets mit bedenkt.

Nachhaltigkeit und Gelassenheit

Zurückgeholte Anteile können nur durch erneute Traumatisierungen verloren gehen. Das ist jedoch sehr unwahrscheinlich, da das Selbst im Falle von Trauma unvorhergesehen immer nur dort abspaltet, wo es gerade energetisch am günstigsten ist.

Da sich das energetische Gefüge durchs Leben und seine Herausforderungen permanent verändert, ist der Ort der Abspaltung wie erwähnt unvorhersehbar. Durch die Arbeit mit der Intrasonanz gewinnt das Gefüge jedoch mehr und mehr von seiner ureigenen Stabilität zurück. Dadurch wird es immer weniger anfällig für Abspaltungen.

Ein Beispiel: Wurde im Kindheitsalter ein Teil des Selbst abgespalten, da man in der damaligen Situation nicht in der Lage war, emotional stabil genug zu reagieren, und wird dieses Teil im Erwachsenenalter zurückgeholt, wäre man – würde eine ähnliche Situation wieder eintreten – aufgrund der mittlerweile gewonnenen Lebenserfahrung und dem zurückgeholten Teil in der Lage, gelassener zu reagieren.

Intrasonanz ermöglicht es also unter anderem, die überholten, „kindlichen“ Strategien, mit denen man als Erwachsener noch unterwegs ist, durch die Wiederherstellung der ureigenen Stabilität abzulegen – ohne langwieriges Training neuer Verhaltensweisen. Denn ureigene Stabilität durch Zurückholen abgespaltener Teile wieder herzustellen bedeutet immer, das Gefühl von und das (Ge-)Wissen um bedingungslose Geliebtheit wiederzuerlangen, was ganz anderes Agieren und Reagieren ermöglicht.

Wirkstoff und Nutzung

Möchte man bei Intrasonanz von einem Wirkstoff sprechen, dann ist das Lebensenergie bzw. die sogenannte bedingungslose Liebe. Darum ist es unmöglich, mit intrasonantem Arbeiten sogenannte „böse“ Fähig- oder Fertigkeiten zu befördern. Genau diese werden, wie die Forschung* zeigt, vielmehr durch die Abspaltung von Selbst erst möglich.

Die Nutzung von Intrasonanz, insbesondere für andere, setzt umfassendes Verständnis und Demut für das voraus, was da passiert, sowie höchste Achtung und Achtsamkeit gegenüber jeglicher Kreatur und ihrer Geschichte.

Wer intrasonant für sich und bitte erst nach einiger Zeit für andere zu arbeiten gedenkt, mache sich zunächst genau mit der Wirkweise vertraut: Intrasonanz wirkt ausschließlich vertikal, also von oben, und zwar durch Vertrauen, Wissen, Sprache und Vorstellungskraft, also durch Bewusstsein, insbesondere für die bedingungslose Liebe. Ein horizontaler Austausch von Mensch zu Mensch findet bei Intrasonanz bzw. intrasonantem Arbeiten nicht statt.

Intrasonanz kann erfahrungsgemäß sehr gut mit Osteopathie und Yoga kombiniert werden. Die Kombination mit herkömmlichen Formen der Meditation ist nicht empfehlenswert. Denn Intrasonanz ist im Kern eine eigenständige Form der Meditation, die zeitlich flexibel und ohne Vorbereitungen durchgeführt werden kann, von wenigen Sekunden bis zu Stunden.

Intrasonanz entspricht darüber hinaus der Wirkweise von Segen, der allerdings mit einer entsprechenden Absicht zugesprochen wird.

Mystik, Spiritualität et al.

Mystik (von altgriechisch mystikós „geheimnisvoll“) ist, vereinfacht beschrieben, die Erfahrung einer göttlichen oder absoluten Wirklichkeit bzw. die Suche nach dieser. Ein fachwissenschaftlicher Konsens zur Begriffsklärung besteht nicht.

Spiritualität (von lateinisch spiritus „Geist“ oder auch spiro „ich atme“) ist Suche, Hinwendung, Anschauung oder Erleben einer transzendenten Wirklichkeit, die sich auf die materielle Welt bezieht, doch rational nicht erklärbar ist.

Sich mit beiden Themen beschäftigt zu haben, ist der Nutzung von Intrasonanz förderlich.

Religion, von lateinisch relegere „bedenken, achtgeben“, umfasst als Begriff unterschiedliche Weltanschauungen, die auf dem Glauben an eine bestimmte Kraft oder Objekte basieren. Das Wesen der Intrasonanz ist jenseits aller Religionen verortet und entspricht der einfachen Nutzung des absoluten Eins mit dem Wissen um seine Präsenz und Wirkweise.

Soziokulturell erworbene religiöse Vorstellungen können für Zugang zur und Nutzung der Intrasonanz hilfreich sein, diese jedoch auch behindern. Darum ist die Feststellung wichtig, dass es ein Geburtsrecht ist, heil und ganz zu sein. Unabhängig davon, was auf Erden vorliegende Schriften oder ihre Interpretationen besagen.

Die Praxis zeigt bezüglich der großen christlichen Religionen, dass katholisch sozialisierten und eher a-religiös aufgewachsenen Menschen sowie Menschen des islamischen Kulturkreises intrasonantes Arbeiten erheblich leichter fällt als Menschen, die protestantisch geprägt sind.

Nun aber, da die Kreatur nicht heil und ganz ist, kann sie sich unter Nutzung der Intrasonanz auf den Weg machen, dies gemäß der unantastbaren Menschenwürde in Eigenregie und in Verbindung mit dem Eins, der Herkunftsgeborgenheit, zu Lebzeiten zu werden und auch andere auf diesem Weg unterstützen.

Eigenverantwortung

Intrasonanz appelliert an und basiert u. a. auf Selbst-Bewusstsein und Selbstkompetenz. Sie ist dafür gedacht, so einfach genutzt zu werden wie die Resonanz. Dabei weiß sie um ihre Verortung in der Welt samt ihrer Gegebenheiten und Möglichkeiten und ist auf Erden stets in diesem Kontext zu denken.

Wer mit Intrasonanz arbeitet, tut dies in Eigenverantwortung.

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* Vgl. z. B. Arno Gruen: Sämtliche Bücher und Aufsätze.